Evangelische Kirche in Prösen
Evangelische Kirche in Prösen
Gemeindebrief Juni-August 2020
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ACHTUNG: NEUE GOTTESDIENSTTERMINE!!!

 

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Jahreslosung 2020:

Ich glaube; hilf meinem Unglauben! (Markus 9,24)

Verrückte Zeiten

Solange ich denken kann, hat es wohl nicht so ein Osterfest gegeben wie in diesem Jahr. Keine öffentlichen Gottesdienste, kein gemeinsamer Gesang, kein Osterfeuer, kein fröhliches Jubilieren. 

In der Wissenschaft über die Kommunikation heißt es, dass es 10 positive Gedanken braucht um ein „Kein“ zu ersetzen. So möchte ich mich erinnern: Es gab 13 offene Kirchen, es gab Orgelmusik und Osterlieder von CD, es gab große neue Osterkerzen und Glockengeläut, es gab Posaunenspiel und einen Minichor, es gab Raum für das persönliche Gebet und viel Feuer und Flamme. Und es haben wohl mehr Menschen in diesem Jahr unsere Kirchen besucht als in den vergangenen Jahren. Und all das an so vielen Orten zugleich, wie sonst kaum denkbar. Die Zeit der Coronaisolation ist eine verrückte Zeit. Alles was sonst unseren gewohnten Kirchenalltag ausmacht, wurde verrückt. Im wahrsten Wortsinn. Kaum denkbar war es sonst, dass unsere Kirchentüren einfach so offen stehen, kaum denkbar war es sonst, dass Gebetskerzen einfach ohne Aufsicht brennen, kaum denkbar war es, dass Menschen nach ihrem persönlichen Zeitermessen die Kirche besuchen. Und nun ist das undenkbare Wirklichkeit geworden. Für mich ist diese Erfahrung ein Auferstehungserlebnis. Wenn etwas verrückt ist, dann ist es anders als die Gewohnheit. Maßstäbe verschieben sich, Prioritäten werden neu gesetzt und eine ungeheure Energie wird freigesetzt. Wo ich sonst immer Stimmen höre, dass unsere Gottesdienste so schlecht besucht sind, kommt miteinmal die Sehnsucht überhaupt wieder Gottesdienst zu feiern. 

Wo es sonst heißt: „Der Pfarrer kann nicht an zwei Orten gleichzeitig sein.“ kommt die Erfahrung, dass Menschen auch ohne Pfarrer beten und die Botschaft der Bibel lesen. Ein kleines Video erreichte mich aus Stolzenhain, wo eine Familie spontan selbst Ostergottesdienst im Garten feierte mit Hilfe des Andachtshefts - ganz wunderbar ermutigend. Verrückte Zeiten lassen den Trott in den Hintergrund rücken und bringen alles das was wirklich zählt wieder in den Fokus. 

Und nun feiern wir Pfingsten - Fest des Heiligen Geistes, der weht wie er will und mag. Das erste Pfingstfest hat die verängstigten Jüngerinnen und Jünger ermutigt neue Wege zu gehen. Sie haben ihre Häuser verlassen und dann voller Begeisterung erzählt von ihrem Gott des Lebens und von der Erfahrung, dass dieser Gott alles in seinen Händen trägt. 

Wenn wir (ich eingeschlossen) uns Normalität wünschen, dann kann ich das gut verstehen. Aber ich träume davon, dass Gottes Gegenwart uns ermutigt verrückt zu denken und zu handeln.

 

Die kommenden Monate werden anders sein als wir es gewohnt waren, es bleiben Einschränkungen. Aber nichts - weder 

Hohes noch Tiefes, weder Mächte noch Gewalt, weder Zukünftges noch Vergangenes- kann uns von Gott trennen. Und ein wenig „verrückt“ sind wir Christen ja sowieso. Denn wir setzen unsere Hoffnung und unser Vertrauen nicht auf uns selbst, sondern auf Gottes Macht. 

Bleiben sie behütet!

Ihr Pfarrer Otto-Fabian Voigtländer 

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