Evangelische Kirche in Prösen
Evangelische Kirche in Prösen
Gemeindebrief Sept.-Nov. 2020
DenksteDran 9-11 2020 online.pdf
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ACHTUNG: NEUE GOTTESDIENSTTERMINE!!!

 

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Jahreslosung 2020:

Ich glaube; hilf meinem Unglauben! (Markus 9,24)

Wenn der Herbst kommt

Gerade sind noch heiße Tage und der Schweiß läuft mir den Rücken runter. Zeitgleich gibt es woanders so starke Regenfälle, dass die trockenen Böden das ersehnte Nass nicht aufnehmen können und es zu Überschwemmungen kommt. 
 

Zeitgleich laufen die Dinge. Und nun stimmen wir uns auf den Herbst ein. Mit den Erntedankfesten stimmen wir uns ein. Viele Erntedankfeste sind vorgezogen, denn der dritte trockene Sommer in Folge hinterlässt auch in unseren Gärten Spuren. Alles grünt und blüht früher und somit ist auch die Ernte früher. 
 

Auch wenn manche kleine Regenschauer in diesem Jahr mein Herz erfreuten, bleibt der große Jubel über eine überschwängliche Ernte wohl aus. Aber wir werden danken. 

Und das ist das Wichtige. Dankbarkeit tut mir gut. Nicht nur, wenn es etwas außer-ordentlich und übertrefflich ist. Dankbarkeit tut mir gut gerade im Kleinen. Einige Zettel an der Gebetswand haben mir dies wieder deutlich gemacht: „Ich danke, dass ich so wunderbare Fotos machen kann“, „Ich danke, dass ich Urlaub bei Oma und Opa machen darf“, „Ich danke für meine Freunde“.  Manche Dinge, die mir so selbst-verständlich sind, sind zugleich viel wertvoller als alle Schätze und alles Ansehen. 

Wenn der Herbst kommt, dann wird dies deutlich. Zum Erntedankfest, wenn unsere Kirchen geschmückt sind und wir bewusst danken. In diesem Jahr wird sicherlich auch ein Großpack Klopapier mit zu den Erntegaben gehören - die heiße Ware während des Corona Lockdown. 
 

Oder ein Schulbuch als Zeichen für die Dankbarkeit, dass sich Eltern, Großeltern und Freunde die Zeit genommen haben für einen Unterricht zuhause und als Erinnerung, wie anstrengend das war. 
 

Vielleicht auch etwas Sand oder Gras vom Urlaub an der See oder aus dem heimischen Garten. 

Ich bin dankbar, dass es mir doch so gut geht. Täglich Brot und ein Dach, Freunde, die anrufen, wenn ich mich nicht melde und Kirchengemeinden, die füreinander da sind. Es sind die kleinen Dinge, die mich am Leben und im Leben halten. Jesus selbst hat für trockenes Brot gedankt. Als er mit seinen Jüngern das Abendmahl feierte, da war es vermutlich ungesäuertes Fladenbrot ohne Gewürz. Es sollte an die Eile und Hektik erinnern, als das Volk Israel aus der Sklaverei befreit wurde. Vergleichbar wohl mit unseren Oblaten, die wir zum Abendmahl essen. Und dennoch - er nahm das Brot, dankte und brach es. Wie viel größer wäre das Lob wohl gewesen, wenn er mit frischem Graubrot und gutem Wein gefeiert hätte? 
 

Wenn der Herbst kommt, dann hoffe ich und wünsche uns, dass wir uns in relativ normalen Zuständen treffen können. Dass wir alle so umsichtig und vernünftig sind, dass wir eine zweite Corona Welle so gut meistern wie bisher. 

Und dass wir uns sehen. In unseren Kirchen und vermutlich auch draußen. Dass wir bei allem schimpfen, klagen, meckern und Besserwissen nicht vergessen auch zu danken für das Gute, das wir haben. Wenn der Herbst kommt, dann blicken wir zurück auf verrückte und schwere Zeiten. Und wir blicken zurück auf die Menschen, die wir in diesem Kirchenjahr verabschieden mussten. Zu den Totengedenken hören wir ihre Namen und auch da heißtes: „Wem dieser Mensch Gutes getan hat, der danke dafür.“ 

 

Eine gesegnete Sommer- und Herbstzeit!

Ihr und Euer              

Otto-Fabian Voigtländer

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