Evangelische Kirche in Prösen
Evangelische Kirche in Prösen
Gemeindebrief März 2021 bis Mai 2021
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ACHTUNG: NEUE GOTTESDIENSTTERMINE!!!

 

Leider können nicht immer alle Inhalte des Gemeindebriefes auf der Webseite eingepflegt werden. Insbesonder Bilder sind manchmal nicht möglich. Wir bitten dies zu entschuldigen. In der PDF-Datei ist der komplette Inhalt zu lesen und zu sehen!

Jahreslosung 2021:

„Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!“ (Lukas 6,36)

Wunderbau und Gottes Geheimnis 

Sie ist laut; rast, jubelt, triumphiert. Sie ist leise; schmeichelt, säuselt, bezirzt. Sie überwältigt. Keine Gefühlsregung ist ihr fremd und manchmal nervt sie auch ein bisschen. Hin und wieder setzt ihr das Wetter zu und sie wird launisch, wie eine Diva, wie eine Königin: wie die Königin der Instrumente. Sie, die Orgel, wurde gekrönt von den Musikräten verschiedener Bundesländer zum „Instrument des Jahres 2021“. Diese Auszeichnung soll bundesweit seit 2008 verschiedene Instrumente in das Blick- bzw. Hörfeld der Öffentlichkeit rücken, die bisher weniger Beachtung fanden und wo es nicht so einfach ist Nachwuchs zu finden.
„Orgeln sind Wunderbaue, Tempel, von Gottes Hand beseelt, Nachklänge des Schöpfungsliedes.“(Johann Gottfried Herder)
Jede Orgel ist ein Unikat und ist ein „Wunderbau“ wegen der Komplexität der Tonerzeugung. Jede Orgel hat ihre baulichen und klanglichen Besonderheiten, die im Zusammenhang mit der Umgebung stehen, in der sie gebaut sind.
Nun gibt es in unserer Gegend vielleicht eher manch eine Gräfin oder Baronin, aber alle wollen sie bedient werden. Und das, um selbst angemessen dienen zu können. Denn diese Hoheiten stehen selbst ganz im Dienst, im Dienst der Verkündigung der Frohen Botschaft. Sie sind untrennbar mit unseren Kirchengebäuden verbunden und dort befinden sie sich sehr oft gegenüber dem Altar. Daraus ergibt sich ein Dialog zwischen dem gesprochenen Wort und der Musik.
Manchmal thronen sie auch, wie in der Dresdner Frauenkirche oder in Großenhain, über dem Altar. Das versinnbildlicht das sich gegenseitig Stärkende und die Überhöhung oder Erhebung des Wortes.
Die Musik kann das gesprochene Wortnachhallen lassen und vertieft es. Und das ist auch das Wesentliche bei der Begleitung der singenden Gemeinde. Bekanntlich prägt sich ein Text in Verbindung mit Musik leichteren und lässt sich über diese Verbindungsehr leicht auch nach längerer Zeit wiederabrufen. Die Musik kann dem Text Nachdruckverleihen und verbindet ihn unmittelbar mit der Gefühlsebene. Das Alles kann nur geschehen, wenn alle Teile, von der kleinsten Schraube bis zur größten Pfeife perfekt zusammenwirken. So ähnlich wie es sich mit der Kirche als Leib mit vielen Gliedern verhält. Zum Schluss noch ein Zitat von Karl Lehmann, der es schön zusammenfasst, was das Wesen des Instrumentes „Orgel“ ausmacht: „Die Orgel ist den Hörenden eine behutsame Predigerin und Missionarin, die tiefer in das Geheimnis Gottes hineinführen kann. „Ich wünsche Ihnen, dass Sie beim nächsten Hören originaler Orgelklänge tiefer in das Geheimnis Gottes hineingeführt werden.

Ihr Kirchenmusiker 

Ronny Hendel  

 

Wenn Sie mögen, können Sie dem Geheimnis auch nachspüren, bei den „Orgelmusiken am Abend“.
Und damit dies auch bald wieder in der Kirche St. Catharina in Elsterwerda möglich ist, können Sie für die Restaurierung der Orgel spenden:

www.foerderkreis-catharina-orgel.de 
oder kontaktieren Sie mich.

Der 6. Sonntag der Passionszeit heißt Palmensonntag

 

Im Lateinischen heißt er auch „Palmarum“ und es ist immer der Sonntag vor Ostern. Von seinem Inhalt her ist es eher ein fröhlicher Tag. Die Geschichte dazu findet sich im Neuen Testament (Lukas 19).
In Jerusalem hatten sich tausende Menschen versammelt um gemeinsam das höchste Fest der Juden, das Passahfest (Erinnerung an den Auszug aus Ägypten) zu feiern.
Auch Jesus wurde erwartet. Man hatte schon viel von seinen Taten gehört, großer Jubel auf den Straßen als er endlich eintraf. Jesus kam von Jericho „hinauf nach Jerusalem“ (Lk. 18,31)
Das „hinauf“ will dabei auf den geographischen Höhenunterschied , als auch auf den Berg der Kreuzigung hinweisen. Dass er nur auf einem Esel ritt verzieh man ihm und brachte ihm trotzdem königliche Ehre entgegen.
Viele hatten große Hoffnungen und sahen ihn als König ,Retter, Herrscher, Heiler, Richter, deshalb legte man Palmenzweige auf die Straßen und begrüßte ihn mit Sprechchören und Hosianna rufen .
Diese Ehre erfuhren sonst nur Könige und andere hohe Persönlichkeiten. Es war zugleich

Ausdruck der Verehrung, als auch der Unterwerfung.
Die Palme galt als Sinnbild für das ewige Leben und somit wünschte man dieser Person große Gesundheit und ewige Herrschaft.
Wie sehr das Verhalten der Menschen geprägt war von den Vorhersagen des Alten Testaments, können wir in der Bibel nachlesen.
Sie erwarteten einen Retter und Jesus selbst hat einmal gesagt: „Wer an mich glaubt, der wird ewiges Leben haben, selbst wenn er stirbt“
Ganz anders als die Volksmassen reagierte die Oberschicht, ihnen war das Erscheinen von Jesus und seine Beliebtheit zuwider und sie beschlossen ihn hinrichten zu lassen.
Leider wechselten auch manche Jesusnachfolger schnell ihre Meinung. Auf das „Hosianna“ vom Palmsonntag folgte nur fünf Tage später ein „Kreuzige ihn“ vom gleichen Volk.
Palmarum ruft uns auf, uns zu entscheiden : Wir können uns taub für den Glauben an Jesus machen und ihn aus unserem Leben streichen oder wir können auch heute noch Jesus nachfolgen, egal wie die Meinung der Anderen ist und haben die Hoffnung auf ewig bei ihm zu sein.
Heute noch gibt es Traditionen:
-In Erinnerung an den Einzug Jesu in Jerusalem werden an diesem Sonntag grüne Sträuße (z.B. Buchsbaum ) auf den Tisch

gestellt.
-In manchen Gegenden werden Birkenzweige vorgetrieben und die grünen Blätter schmücken schon die Kirchen.
-Die Zweige vom Palmensonntag werden im folgenden Jahr verbrannt ihre Asche ist die Asche zum Aschermittwoch.
-In manchen Kirchgemeinden ist es Tradition die Konfirmation zu Palmarum zu feiern.
-Auch der Brauch bei einer Beerdigung einen geschmückten Palmzweig hinzulegen,

war ursprünglich Ausdruck des Vertrauens auf ein ewiges Leben, verbunden mit dem Wunsch auf ein Wiedersehen in der Ewigkeit.
Gudrun Kießler

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