Evangelische Kirche in Prösen
Evangelische Kirche in Prösen
Gemeindebrief September bis November 2019
DenksteDran 2019_09-11.pdf
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Jahreslosung 2019:

Suche Frieden und jage ihm nach! (Psalm 34,15)

Friedensstifter

Fünf Tage waren junge Menschen aus unseren Gemeinden zusammen mit Pfarrerin Zott und mir im Konfirmanden- und Jugendcamp. 

Aus weiten Teilen Deutschlands, aus Österreich und der Schweiz waren Menschen dabei. "Trust and Try - Versuche und Vertraue - Friedensstifter sein" so lautete das Motto in diesem Jahr. 

Und passend dazu hieß unser Zeltdorf "Shalom". 

Frieden wünschen sich viele Menschen und Frieden wünsche ich mir. Die Medien bringen die Bilder von den Krisenherden unserer Welt nahezu in Echtzeit zu mir. 

Amokläufer, Gewalt, Aufstände und unfassbares Leid dringen in mein Wohnzimmer. Oft schalte ich um oder ich sehe es und höre die Berichte, während ich mit einem Auge schon auf der Couch wegschlummer. 

Erschreckend ist diese Erkenntnis, aber so ist eben die Realität. 

Um so wichtiger, dass wir das Thema des Friedens hochhalten. Eindringlich daran erinnern, wie gut wir es haben. 

Das Wort Frieden wird biblisch mit Shalom bezeichnet. 

Wobei all die Tiefe und Kraft dieses Wortes im Deutschen nicht zum Ausdruck kommt. Shalom ist kein absoluter Zustand, sondern ein Wort, das immer in Verbindung mit einem Verb gesehen werden muss. Frieden suchen, Frieden finden, Frieden wünschen, Frieden ersehnen, dem Frieden nachjagen, Frieden bewahren. 

Der Begriff Shalom bezeichnet biblisch zunächst Unversehrtheit, Heil,  Gesundheit, Wohlergehen, Sicherheit und Ruhe. Alles das gehört zum Frieden dazu. 

Ich spüre, wie wertvoll all das ist und welch hohes Gut Sicherheit und Gesundheit sind. Und ich verstehe, warum das Wort Shalom in Verbindung mit Verben steht. Verben sind "Tuwörter" - ich muss etwas machen.

 

Ich kann Frieden nicht einfach fordern, sondern ich muss ihn suchen, ihn bewahren, für ihn eintreten. Ich kann mich nicht ausruhen und sagen "nun habe ich Frieden", nein Friede ist zerbrechlich und braucht Schutz und Anstrengung. 

In den fernöstlichen Kulturen gehört es selbstverständlich dazu, sich zur Begrüßung und zur Verabschiedung mit einem Friedenswunsch zu begegnen. "Friede sei mit Dir - und Friede sei mit Dir!" Wir erleben diese Tradition zunehmend wieder im Gottesdienst zu den Abendmahlsfeiern. Aber auf der Straße, in der Familie, im Alltag? 

Vielleicht versuchen Sie es einmal ganz bewusst. Am Ende eines Gespräches, wenn Sie sich beim Telefonat verabschieden oder ihre Kinder morgens das Haus verlassen, dann sagen Sie als Letztes: "Friede sei mit Dir!"

Vielleicht auch bei einer Beerdigung, am Grab eines geliebten Menschen oder in schweren Zeiten. Ich bin mir sicher, es wird eine Reaktion geben. Nur Mut! 

Im Jugendcamp haben wir uns mit den Friedensthemen beschäftigt, auch damit, wie man sich abreagieren kann und wie Konflikte zum Leben dazugehören. Am Ende stellten sich gut 500 Konfirmand*innen und weitere 100 Mitarbeiter auf einem Reitplatz zu einer großen Friedenstaube auf. 

Eine Drohne hat dies fotografiert. Wir hatten 5 wunderbare Tage, trotz Regen und wenig Schlaf. Aber es war eine Zeit, die hoffentlich in den Alltag wirkt. 

Friede sei mit Ihnen! 

                      Ihr Otto-Fabian Voigtländer 

Gedicht:

 

… und mit dir im Boot allein……

Aber ohne Steuermann wäre es wohl nicht sicher. Ja, so ist es wohl auch im Leben. Man braucht direkt oder indirekt einen Steuermann der uns sicher durch alle Wogen bringt.

Dieser Steuermann des Lebens ist Gott der Herr. Er tut es schon auf unserem ganzen Lebensweg auf dieser schönen Erde.

Ihm gilt Dank und Ehre für alles was wir tun und erleben dürfen. 

Alle Höhen und Tiefen hat er ausgelotet und uns begleitet auf dem Boot des Lebens. Ja wir dürfen und durften alles genießen was der Sommer des Lebens für uns bereit hält und die Tiefen nicht so tief erscheinen lässt.

Sommer, Sonne, Sonnenschein  - nur mit Gottes Hilfe.

 

Erika Maschek, Elsterwerda

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